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Pufferzeiten - wie macht man das am elegantesten?
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fastmov
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Verfasst am:
04. Aug 2010, 09:58
Rufname:

Pufferzeiten - wie macht man das am elegantesten? - Pufferzeiten - wie macht man das am elegantesten?

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Hallo, ich habe folgendes Problem:
(Und: ja, ich habe die Suchfunktion benutzt...)

Bei der Projektierung möchte ich feste Datumswerte nur dann eingeben, wenn sie auch tatsächlich durch äußere Sachzwänge so vorgegeben sind, also tendenziell am besten gar nicht.

Deshalb sind alle Vorgänge die aufeinander folgen, ein "kritischer Pfad" bei mir.

Nun möchte ich hier und da Pufferzeiten einfügen, Sicherheitsreserven, die den Pfad "entkritisieren" sollen.

Erste Idee: einen weiteren Vorgang namens "Puffer" definieren, aber der würde den Pfad ja weiterhin als "Kritisch" erscheinen lassen. Außerdem soll sich diese Zeit ja dynamisch verringern, wenn ein Vorgang weiter vorne "überzieht".

Wie geht man in der Praxis mit diesem Problem um, und zwar:

- ohne festes Datum
- ohne Vorgang?
- am besten auch noch elegant...

Eine Lösung die ich bisher gefunden habe: fTage verwenden und hoffen, dass ein Wochenende günstig liegt. Aber diese Lösung ist ja wohl nicht die einzige und auch nicht imme praktikabel, denn ich bin drauf gestoßen, weil ich einen Vorgang wie z.B. "Trocknen", "Abbinden" oder "Aushärten", also Vorgänge, die auch in der arbeitsfreien Zeit stattfinden verwendet habe. Solches hat man ja auch nicht immer bzw. die Reserve müsste ja auch genutzt werden können!

Ach ja, ich bin noch nicht allzu weit in Project fortgeschritten, also bitte schreibt "langsam" Very Happy

Vielleicht habe ich aber auch einen grundsätzlichen Denkfehler begangen, meine verzweifelte und ergebnislose Suche lässt mich das langsam glauben. Auch in diesem Fall wären ein paar hilfreiche Worte toll!

Ich verwende 2007. Aber Antworten sind auch für 2010 oder 2003 willkommen!
BeFischer
MVP Project; MCP; MCTS; MCITP


Verfasst am:
05. Aug 2010, 21:03
Rufname:
Wohnort: Bonn


AW: Pufferzeiten - wie macht man das am elegantesten? - AW: Pufferzeiten - wie macht man das am elegantesten?

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Hallo fastmov,

zur Einplanung von Puffer gibt es letztlich 3 verschiedene "vernünftige" Varianten:

1) Die "Lehrbuch-Methode"
In der Theorie verknüpft man die einzelnen Vorgänge so geschickt miteinander, dass durch die Vorgänger-/Nachfolger Beziehungen automatisch Abstände entstehen. Hilfreich können hier Verschachtelungen mit Ende-Anfang/Anfang-Anfang/Ende-Ende Beziehungen sein. Dies funktioniert allerdings nur, wenn die Vorgänge nicht sequentiell abgearbeitet werden müssen. Hierbei geht man davon aus, dass sich der Puffer allein durch die Netzplan- bzw. Kritisch-Pfad-Methode (Berechnungs-Methode von Project) berechnet.
Soweit die Theorie. In der Proxis funktioniert das aber nur selten, da ein derartiges Verknüpfen eine sehr intensive Beschäftigung mit dem Projektplan und einiges Project Know-How voraussetzt. Andererseits sind Projekte häufig von externen Faktoren bestimmt, die nur mit fixen Terminen zu bewerkstelligen sind.

2) Puffer am Ende des Projektes
Eine weitere Methode ist, alle Vorgänge auf dem Kritischen Pfad zu planen und den Puffer ans Ende des Projektes zu stellen. Dies funktioniert am besten, wenn man den Projekt-Endmeilenstein fixiert (Muss enden am) und in den "Informationen zum Projekt" die Planung vom Projektende (Rückwärtsplanung) einstellt. Hierbei geht man davon aus, dass man einen vorgegebenen Endtermin hat, der unbedingt eingehalten werden muss. Nun gilt es durch die Rückwärtsterminierung den spätest zulässigen Projektanfangszeitpunkt (SAZ) auszurechnen. Man schiebt also z.B. den nächsten Meilenstein zurück, indem man ihn z.B. auf "Ende nicht später als" setzt. Schon hat man Puffer, der sich dynamisch aufbraucht.

3) Puffer am Ende von verschiedenen Projektphasen
In der Praxis hat sich aber folgendes Verfahren gut bewährt:
Jede Projektphase wird mit einem Meilenstein abgeschlossen. Ebenso gibt es einen Projektend-Meilenstein.
Im Prinzip wird das Verfahren angewendet wie unter 2). Es wird also vom Ende her eine Rückwärtsterminierung angesetzt, wobei die Phasenendmeilensteine nach links geschoben werden. Nur mit dem Unterschied, dass der Puffer nicht komplett am Ende des Projektes steht, sondern dass er durch die Rückwärtsterminierung immer am Ende einer Phase eingetragen wird. Die jeweiligen Phasen-Meilensteine werden eingestellt auf "Anfang nicht früher als" oder auf "Muss anfangen am".
Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass zwar die einzelnen Vorgänge auf dem Kritischen Pfad liegen, aber es stabile Phasenenden (Meilensteine) gibt. Gibt es nun einen Verzug bei einem Vorgang, so wird nicht notwendiger weise die nächste Phase verschoben. Denn der zu späte Vorgang würde ja nur den direkten Nachfolger verschieben - der feste Meilenstein wäre aber nicht in Gefahr.
Dies führt in der Praxis zu stabileren Terminaussagen, als wenn der Puffer komplett am Ende eines Projektes liegt. Hier hat eine Verzögerung direkt Auswirkungen auf das ganze Projekt. Zudem kann das Projekt besser überwacht werden.

Um also einen praxistauglichen Zeitpuffer planen zu können, ist es an manchen Stellen schon erforderlich Termine zu setzten - allerdings nicht auf normalen Vorgängen, sondern auf Meilensteinen.

Ich hoffe, diese Erklärungen waren hilfreich.

Viele Grüße

_________________
Bernhard Fischer
(MVP, MCP, MCTS; MCITP)
Senior Consultant & Trainer
(Project & SharePoint Server)
fastmov
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Verfasst am:
06. Aug 2010, 10:59
Rufname:

AW: Pufferzeiten - wie macht man das am elegantesten? - AW: Pufferzeiten - wie macht man das am elegantesten?

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Vielen herzlichen Dank für die detaillierte und sehr hilfreiche Antwort!
Audi80B4
Gast


Verfasst am:
06. Feb 2013, 15:43
Rufname:

AW: Pufferzeiten - wie macht man das am elegantesten? - AW: Pufferzeiten - wie macht man das am elegantesten?

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Da ich kein neues Thema aufmachen wollte und es auch keine passenden Themen zu meinem Problem gibt, muss ich das Thema leider noch mal aufgreifen und aufrubbeln. Ich weiß, dass es schon fast 3 Jahre alt ist aber leider gibt es nix anderes ;)

Ich habe die aufgrabe bekommen auch einen Puffer zu erstellen. Nur soll das als Arbeitspaket angezeigt werden, heißt ein Balken der sich dynamisch bewegt und wo auch die Tage und Zeit angezeigt werden.

Das auf der rechten Seite ein Balken ist, der dynamisch ist habe ich schon hinbekommen nur leider werden da die Tage nicht angezeigt und es ist schwierig das in vorhandene, große Projekte einzufügen.

Also meine frage ist, ist das prinzipiell möglich? Wenn ja, wie?

Ich nutze Ms Projekt 2010/ 07/ 03

Ich wäre sehr dankbar um eine antwort.
Matthias Schäfer
Project Pro


Verfasst am:
06. Feb 2013, 17:07
Rufname: Matthias
Wohnort: Bottrop

AW: Pufferzeiten - wie macht man das am elegantesten? - AW: Pufferzeiten - wie macht man das am elegantesten?

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Hallo,

mir ist nicht ganz klar wo das Problem liegt.
Grundsätzlich bewegt sich nicht der Puffer, sondern die Aktivität. Der Puffer ist das Resultat von parallen Aktivitäten, die einzeln oder in der Summe länger dauern als der Vorgang, der einen Puffer hat.
Man unterscheidet zwischen positiven und negativen Puffern.
Bei den positiven gibt es 2 Typen.
1. Der freie Puffer ist einem einzelne Vorgang zugehörig. Es ist der Zeitraum um den der Vorang verzögert werden kann, ohne dass sein(-e) Nachfolger verspätet werden.
2. Der Gesamtpuffer, ist der Puffer der durch 1. entsteht. Hierbei steht dieser Puffer aber einem Vorgänger oder einem kompletten System von Vorgängern zur Verfügung.
Negative Puffer entstehen bei rückwärts kalkulierten Projekten. Es ist der Zeitraum zwischen dem Anfang eines Vorgang oder System aus Vorgängen, bis zum Anfang des Projektes.
Zurück zu Project. Der Anfangstermin eines Freien Puffer ist identisch mit dem Endtermin des betroffenen Vorgang. Der Endtermin ist unter Additon des Wertes aus dem Feld "Freier Puffer" zu erhalten.
Wenn ein Vorgang keinen "Freien Puffer" sondern nur einen "Gesamten Puffer" hat, dann ist es wiederum vom Ende bis zum hinzaddierten Wert aus "Gesamter Puffer".
Wenn du die Termine benötigst musst du mit Berechnungen in Freien Datumsfeldern arbeiten. Zu beachten ist, dass Project in Minuten rechnet. Ein Tag Dauer mit den Standardeinstellungen muss dann durch 480 geteilt werden.

Wenn noch Fragen sind bitte hier posten.
Gruß
Matthias



Puffer.gif
 Beschreibung:
 Dateigröße:  19.52 KB
 Angeschaut:  2634 mal

Puffer.gif


Pausenfreund
Gast


Verfasst am:
06. Sep 2013, 09:30
Rufname:

AW: Pufferzeiten - wie macht man das am elegantesten? - AW: Pufferzeiten - wie macht man das am elegantesten?

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Grüß euch!

Ich habe die Pufferzeit mit Hilfe eines manuellen Vorgangs geplant.
Diesen und den Vorgänger mit dem Nachfolger verknüpft. Dies hat zur Folge das erst der manuelle Puffer aufgebraucht wird bevor sich die restlichen Vorgänge verschieben. Funktioniert auch mit mehreren Puffern, welche nach und nach aufgebraucht werden. Wird jedoch das gesammte Projekt verschoben, dann müssen auch die Puffer nachgezogen werden.

Da ich kein Bild einfügen kann hier die Info aus der Tabelle, Puffer sind manuelle Vorgänge:

Projekt 25 Tage 10 Tage Do 07.03.13 Mi 10.04.13
Aufgabe1 5 Tage 0 Tage Do 07.03.13 Mi 13.03.13
Puffer 5 Tage 5 Tage Do 14.03.13 Mi 20.03.13 2
Arbeit2 1 Woche 0 Tage Do 21.03.13 Mi 27.03.13 3;2
Puffer 5 Tage 5 Tage Do 28.03.13 Mi 03.04.13 4
Tätigkeit3 1 Woche 0 Tage Do 04.04.13 Mi 10.04.13 5;4
ENDE 0 Tage 0 Tage Mi 10.04.13 Mi 10.04.13 6
c3po-r2d2
Projectmanager


Verfasst am:
06. Sep 2013, 11:04
Rufname: Klaus
Wohnort: Alsdorf

AW: Pufferzeiten - wie macht man das am elegantesten? - AW: Pufferzeiten - wie macht man das am elegantesten?

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Hi,
kann mich den ausführlichen Erläuterungen zum Thema Puffer nur den Kollegen oben anschliessen. Wenn Pufferzeiten aber schon unbedingt als 'Vorgang' abgebildet werden sollen, dann evtl. als Hängematten Vorgang. siehe auch u.a. hier Anfang UND Ende von Vorgängen fixieren.

Aber sehr unsauber (für Puffer)....

Gruss
Klaus

_________________
Successful project managers have perfected the skill of being comfortable being uncomfortable.
(Feedback ist Balsam für die Seele Wink )
JimBeam128
Neuling


Verfasst am:
30. Dez 2013, 20:20
Rufname:


AW: Pufferzeiten - wie macht man das am elegantesten? - AW: Pufferzeiten - wie macht man das am elegantesten?

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Auch wenn der Thread hier schon älter ist schreib ich´s mal hier rein:

Habe in meinem Projekt Pufferzeiten nach jeder Projektphase eingeplant und den Basisplan erstellt.

Wie manage ich das, wenn jetzt eine Phase eher fertig wird als geplant?

Habe dann den Umstand, dass die nächste Phase mit den zugehörigen Vorgängen trotzdem an dem Plandatum "kleben" bleiben. Ich würde das dann gerne so abbilden, dass die neue Phase vorgezogen begonnen wird.

Kann man das über irgendeinen automatischen Planmechanismus machen "lassen"?

Ansonsten muss ich ja manuell hingehen, und alle Vorgänge manuell nach vorne ziehen....

Kann mir das jemand erklären?
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