Access Backend nach MS SQL überführen, Fragen dazu.

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Re: Access Backend nach MS SQL überführen, Fragen dazu.

Beitragvon Bitsqueezer » 18. Jan 2018, 17:55

Hallo Nouba,

hört sich an, als ob PostgreSQL da noch einige zusätzliche Hürden hat. Klar, gruppierte Views kann man natürlich nirgendwo editieren. Aber daß eine View nur eine Tabelle im FROM-Teil haben darf, ist schon eine große Einschränkung.

Was ich mit Returning meinte ist in Deinem INSERT-Beispiel "RETURNING *". Das macht so rein beim Lesen keinen Sinn? Wenn das ein Pendant zu OUTPUT ist, kann man die anderen Beispiele ja verstehen, aber was soll das "RETURNING *" bedeuten? Daß danach automatisch ein "SELECT *" auf die Tabelle für die ausgeführten Zeilen stattfindet? Das wäre schon ein sehr praktischer Vorteil, sowas gibt es in SQL Server nicht, da muß man per OUTPUT immer eine Tabelle befüllen (richtige, Temp oder Table Variable).

Gruß

Christian
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Re: Access Backend nach MS SQL überführen, Fragen dazu.

Beitragvon Nouba » 18. Jan 2018, 18:29

Hi Christian,

ja, man kann sich mit RETURNING [Feldliste oder *] die Datensätze anzeigen lassen, die eingefügt, geändert oder gelöscht wurden - ist ganz praktisch bei der Kontrolle und kann auch für's Loggen genutzt werden.

Unterabfragen (auch via Lateral Joins - CROSS APPLY/OUTER APPLY heißen die Dinger wohl beim SQL-Server) stellen Gott sei Dank kein Hindernis dar.

Was Views angeht, ist PostgreSQL bestimmt nicht das Non-Plus-Ultra. Updatable Views, wie zuvor beschrieben, gibt es auch erst seit Version 9.3 - zuvor war man auf Instead Of Trigger angewiesen, die aber auch erst in Version 9.1 Einzug gehalten haben. Und davor musste man mit Rules, die mich schon zur Weißglut gebracht haben, kämpfen, um eine View editierbar zu gestalten. :) Da die Entwickler rund um PostgreSQL aber sehr aktiv und mMn kreativ sind (i.d.R. ercheinen zwei Versionen/Jahr), bin ich zuversichtlich, dass sich die Situation in der Zukunft verbessern wird.
mit freundlichen Grüssen Nouba

Wenn beim Lesen eines Beitrags der Eindruck entsteht, dass sich der Fragesteller wenig Mühe gegeben hat, so erhöht das nicht unbedingt die Motivation, eine Antwort zu verfassen.
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Re: Access Backend nach MS SQL überführen, Fragen dazu.

Beitragvon GrandJop » 19. Jan 2018, 08:22

Hallo zusammen

Vielen Dank für all eure Antworten und Diskussionsstoff. :)

Bei dieser Menge an Text lese ich alles mal bei einer ruhigen Tasse Kaffee durch. :)

Gruss
GrandJop
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Re: Access Backend nach MS SQL überführen, Fragen dazu.

Beitragvon GrandJop » 22. Jan 2018, 15:21

Hallo Christian

Beide Varianten haben aber ihre Schwächen und so setze ich mittlerweile auch die ADP nicht mehr in ihrem eigentlichen Sinn ein, sondern erstelle grundsätzlich für alle Formulare/Reporte ein ADO-Recordset, das auf einer View, Stored Procedure oder UDF basieren kann (während die anderen beiden Methoden auf Tabellen und Views beschränkt sind). Das passiert per VBA in Form_Open und dann wird das erstellte Recordset dem Formular-Recordset zugewiesen. Das funktioniert tadellos und einfach, man kann das alles schön in Standardklassen auslagern, die dann die "Schwerarbeit" für alle Formulare übernehmen können...

...Die Kombi mit ADP und selbsterstellten Recordsets ist dabei immer noch die beste, da man so zwingend ausschließlich den SQL Server für die Datenbank verwenden muß und keine lokalen Tabellen verwenden kann, außerdem kann man den Loginuser der ADP mit so wenig Rechten ausstatten, daß die ADP in der Navigationsliste keine Ressourcen außer vielleicht einer Login-Prozedur anzeigt...


...Wenn Du eine ACCDB verwenden willst und mit Links arbeiten möchtest, solltest Du ODBC grundsätzlich nicht verwenden, sondern stattdessen eine DSNlose Verbindung.


Hast du dazu eventuell eine Beispieldatei oder Ähnliches? (nebenbei, deine Internetseite scheint schon länger nicht mehr zu funktionieren) :(

Andere Frage:
Habe ich da was falsches verstanden?
- Habe für ne View ne Instead of (Delete, Update und Insert) Trigger aufm Server erstellt.
- Per ADO - Connectionstring sowie Recordset weise ich die Datensätze zu
unnnddd nix ist aktualisierbar... hmm...



Vielen Dank für deine Bemühungen. :)

Gruss
GrandJop
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Re: Access Backend nach MS SQL überführen, Fragen dazu.

Beitragvon Bitsqueezer » 22. Jan 2018, 22:08

Hallo,

danke für den Hinweis, habe ich repariert (nur die Downloadcounter stimmen jetzt nicht mehr).

Nein, ein Beispiel habe ich leider nicht, nur in meinem aktuellen Projekt, das ich natürlich nicht zur Verfügung stellen kann.

Der Instead-Of-Trigger muß Access in die Lage versetzen, die View wie eine Tabelle verwenden zu können. Es muß also einen eindeutigen Index geben, der jede Zeile identifiziert.
Ich selbst habe noch nie versucht, einen Instead-Of-Trigger/View zu verwenden und dann mit einem Access-Formular zu verbinden, keine Ahnung, wie Access darauf reagiert. Da Access im Fall von SQL Server zum Verändern der Daten intern spezielle Stored Procedures verwendet, muß man selbst überprüfen, was da genau passiert. Zu dem Zweck gibt es den SQL Server Profiler, der Dir genau anzeigt, was zwischen Client und Server abläuft.

Mir war dieser Weg immer zu kompliziert, da Schemabinding verwendet werden muß, wenn man einen Index auf eine View setzen will, und das ist nicht einfach einzurichten, wie schon beschrieben.
Du kannst normalerweise das Frontend immer so gestalten, daß nur eine Tabelle zur gleichen Zeit verändert werden muß, ordentliches Tabellendesign vorausgesetzt.

Gruß

Christian
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Re: Access Backend nach MS SQL überführen, Fragen dazu.

Beitragvon mmarkus » 23. Jan 2018, 09:04

@Christian,
gibts da eigentlich auf SP mit Join die selben Einschränken wie bei den Views mit Join?

LG M
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Re: Access Backend nach MS SQL überführen, Fragen dazu.

Beitragvon Bitsqueezer » 23. Jan 2018, 09:26

Hallo Markus,

ja, zum Teil. Man muß hier halt keinen Index oder INSTEAD-OF-Trigger erstellen, es werden die PKs der beteiligten Tabellen verwendet, es kann aber natürlich auch nur eine Tabelle zur gleichen Zeit geändert werden.

Sogar eine UDF kann über Access editierbar gemacht werden.

Gruß

Christian
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Re: Access Backend nach MS SQL überführen, Fragen dazu.

Beitragvon GrandJop » 23. Jan 2018, 09:56

Hallo Christian

Nochmals vielen Dank dass du dir solche Mühen machst, ich (wir) schätze(n) das echt sehr. :)

Ich habe nun einen groben Einblick in die MS-SQL Thematiken, werde mal auch die anderen SQL-Systeme
anschauen (Postgresql, mySQL, MariaDB usw.) um für mich das Optimalste zum Start in die SQL-Welt zu finden,
auch bezüglich Komplexität, Treiberauswahl usw. :) Wenn zu den einzelnen Systemen auch noch was zu sagen ist, besonders
die Vorteile und Nachteile zu Access (und später evtl. zu C#) nur her damit ich bin um jede Information sehr dankbar. :)

Gruss
GrandJop
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Re: Access Backend nach MS SQL überführen, Fragen dazu.

Beitragvon Nouba » 23. Jan 2018, 10:16

@GrandJop,

ganz schön ambinitioniert. Nächstes Jahr läuft dann vermutlich Teradata, ein noch unerwähnter Datenbank-Bolide, in Deinem Rechenzentrum. :)
mit freundlichen Grüssen Nouba

Wenn beim Lesen eines Beitrags der Eindruck entsteht, dass sich der Fragesteller wenig Mühe gegeben hat, so erhöht das nicht unbedingt die Motivation, eine Antwort zu verfassen.
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Re: Access Backend nach MS SQL überführen, Fragen dazu.

Beitragvon GrandJop » 23. Jan 2018, 11:07

@Nouba

Mein Ziel ist es was für die Zukunft auszuwählen, was mich in den nächsten 5 Jahren gut begleitet (wie für dich Postgresql :) )
da investiere ich gerne grössere Anlaufzeiten um mich zu informieren bis ich das Beste für mich persönlich gefunden habe. :)
Natürlich kann ich nicht alles abdecken, aber das Gro sollte schon möglich sein, daher bin ich für jede Information sehr Dankbar.^^

Gruss
Bald ein kleines Rechenzentrum GrandJop ;P
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