Handwerker-software

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Handwerker-software

Beitragvon ToniWaller » 03. Feb 2019, 11:22

Moin moin!
Ich würde mich gerne als Handwerker selbstständig machen. Leider habe ich bis jetzt noch keine passende Softwarelösung dafür gefunden. Daher wollte ich mich mal hier umhören ob mir nicht jemand die eine oder andere empfehlen könnte? Ich hätte da schonmal an MS Office 2016 gedacht. Kann man ja immer gebrauchen und kostet als Key auch nicht viel.

Was haltet ihr von Individualsoftware? Wäre so etwas überhaupt anzudenken? Ich befürchte, dass die Einführungskosten hier evtl. meinen Rahmen sprengen könnten. Deswegen habt ich vielleicht ein paar Standardsoftwarreempfehlungen für mich die speziell für Handwerkerbetriebe zugeschnitten sind?

Danke schonmal!
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Re: Handwerker-software

Beitragvon Der Steuerfuzzi » 03. Feb 2019, 13:41

Hallo,

welche Spezialisierung? Handwerker ist nicht gleich Handwerker.

Das wichtigste für einen Handwerker sind die Rechnungen an die Kunden (erfahrungsgemäß sind die Handwerker beim schreiben und mahnen von rechnungen besonders nachlässig). Um dies zu vereinfachen, würde ich auf gute Software setzen. Es gibt sehr gute Software, die es ermöglicht, vor Ort beim Kunden die Tätigkeiten in ein Tablet einzugeben, um diese dann für die Rechnung zu verwenden. Auch Kundenaufträge können per Tablet unterschrieben werden etc.

Auf jeden Fall würde ich die Rechnungen nicht per Word oder gar Excel schreiben!
Gruß
Michael
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Re: Handwerker-software

Beitragvon mumpel » 03. Feb 2019, 17:22

Der Steuerfuzzi hat geschrieben:Auf jeden Fall würde ich die Rechnungen nicht per Word oder gar Excel schreiben!

Weshalb nicht? Habe ich auch schon gemacht. Erstellt in Excel und dann als PDF/A-Datei gespeichert (zuvor unterschrieben mit Signatursoftware und Signaturpad. signoSign) und per Email an den Kunden geschickt, zusätzlich ausgedruckt und per Post zum Kunden.
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Re: Handwerker-software

Beitragvon Der Steuerfuzzi » 03. Feb 2019, 17:48

mumpel hat geschrieben:
Der Steuerfuzzi hat geschrieben:Erstellt in Excel und dann als PDF/A-Datei gespeichert (zuvor unterschrieben mit Signatursoftware und Signaturpad. signoSign) und per Email an den Kunden geschickt, zusätzlich ausgedruckt und per Post zum Kunden.
Und natürlich hast Du das ganze auch vorschriftsmäßig (unveränderlich für die Aufbewahrungsfrist) archiviert (z. B. in einem DMS). Siehe GoBD

Noch ein Grund warum ich es nicht machen würde (zumindest, wenn es mehr als nur 2-3 Rechnungen im Monat sind): Das ist extrem Fehleranfällig. Wie oft habe ich schon falsche Rechnungen gesehen, weil Teile davon nicht korrekt geändert wurden (Formel überschrieben, keine Formel verwendet und vergessen die Summen/Steuerbeträge anzupassen, keine lückenlosen Rechnungsnummern). Da ist Ärger mit dem Finanzamt (spätestens bei der nächsten Betriebsprüfung) vorprogrammiert.

Bei mehr als ein paar Rechnungen ist der Aufwand für die Erstellung der Rechnungen per Office unverhältnnismäßig hoch.
Gruß
Michael
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Re: Handwerker-software

Beitragvon mumpel » 03. Feb 2019, 17:52

Einmal im Jahr geht/ging das schon mit Excel. Ich habe die Rechnungen auf einer externen Festplatte (nicht dauerhaft mit dem Rechner verbunden), da kommt außer mir keiner ran. Wenn man aber richtig professionell ein Gewerbe aufzieht kommt man um finanzamttaugliche Systeme/Software nicht rum.
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Re: Handwerker-software

Beitragvon mumpel » 03. Feb 2019, 17:56

Der Steuerfuzzi hat geschrieben:Das ist extrem Fehleranfällig. Wie oft habe ich schon falsche Rechnungen gesehen, weil Teile davon nicht korrekt geändert wurden (Formel überschrieben, keine Formel verwendet und vergessen die Summen/Steuerbeträge anzupassen, keine lückenlosen Rechnungsnummern).

Wenn man es richtig macht kann da eigentlich nichts schieflaufen.
Und auch bei professionellen Programmen kann man vergessen die Steuersätze anzupassen. :wink:
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Re: Handwerker-software

Beitragvon Der Steuerfuzzi » 03. Feb 2019, 18:33

mumpel hat geschrieben:
Der Steuerfuzzi hat geschrieben:Wenn man es richtig macht kann da eigentlich nichts schieflaufen.
Und auch bei professionellen Programmen kann man vergessen die Steuersätze anzupassen. :wink:
Wenn man es richtig macht schon. Solange es Leute gibt, die Seitenwechsel durch wiederholtes drücken der Enter-Taste einfügen ...

Wenn es nur der Steuersatz wäre, der ändert sich zum Glück nicht allzu oft (der hat sich seit meiner Ausbildung 3 mal geändert). Mal im Ernst, Du glaubst nicht, wie oft ich Rechnungen sehe, bei denen die Rechnungsnummer doppelt vergeben wurde, weil diese nicht geändert wurde. Mengen und Preise wurden zwar überschrieben, aber die Positionssumme wurde nicht angepasst. Nettobetrag und Bruttobetrag wurden angepasst, der Steuerbetrag wurde von der Vorlage/letzten Rechnung stehen gelassen. Ich könnte die Liste beliebig fortführen. Wenn man nicht das nötige Wissen hat, die Vorlagen entsprechend zu gestalten, ist das zum Scheitern verurteilt (und das ist der Großteil).

Wie gesagt, bei wenigen Rechnungen kann man es mit Office-Programmen machen. Spätestens, wenn die Anzahl steigt und viele gleichartige Tätigkeiten/Rechnungspositionen anfallen, dann zahlt sich ein gutes Programm aus.
Gruß
Michael
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